Die DGB Region Ostsachsen grenzt im Norden an das Land Brandenburg (Niederlausitz), im Osten an die Republik Polen, im Süden an die Tschechische Republik und im Westen an die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz/ Osterzgebirge sowie an die Landeshauptstadt Dresden.
Die Region Oberlausitz-Niederschlesien umfasst 2 Landkreise:
• Landkreis Görlitz
• Landkreis Bautzen
Geographisch wird die Region auch "Oberlausitz-Niederschlesien" genannt. Die Region Ostsachsen ist nahezu identisch mit dem Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen und mit dem deutschen Teil der "Euroregion Neiße", einer Kommunalgemeinschaft, die grenzüberschreitend mit polnischen und tschechischen Kommunen zusammenarbeitet, um die Probleme der Grenzregionen gemeinsam für die und mit den hier lebenden Menschen zu lösen.
Eine Besonderheit der Region ist das zweisprachige Siedlungsgebiet deutscher und sorbischer Bevölkerung zwischen Hoyerswerda, Kamenz, Bautzen und Weißwasser (in Sachsen). Das Zentrum für sorbische Medien, Kultur- und Schuleinrichtungen ist Bautzen.
Die Region Ostsachsen war in der Vergangenheit hauptsächlich von Maschinenbau, Braunkohle Schienenfahrzeugbau und Textilindustrie geprägt. Heute – nach den bekannten und dramatischen Transformationsprozessen – macht die Region eher von Arbeitslosigkeit, Abwanderung, Überalterung, Niedriglöhnen und geringer Kaufkraft von sich reden.
Abbau und Verstromung von Braunkohle waren viele Jahre charakteristisch für die Region und haben in der Vergangenheit zu dem unschmeichelhaften Begriff vom "Schwarzen Dreieck" geführt. Die Tagebaue werden oder sind inzwischen renaturiert und z.T. zu Naherholungszwecken geflutet, Kraftwerke stillgelegt, Schornsteine und Kühltürme gesprengt. Tourismus heißt die Zukunfts-Zauberformel für die Region.
Arbeitslosigkeit: Ein negatives Kennzeichen der Region ist die hohe Arbeitslosenquote (zwischen 10 % und 21 %). Die Quote für den Agenturbezirk Bautzen ist ca. doppelt so hoch wie der bundesdeutsche Durchschnitt; es ist außerdem die höchste Quote in Sachsen.
Bevölkerungsrückgang: Grund für die massive Abnahme der Bevölkerungszahlen seit 1990 ist die hohe Abwanderungsquote. Aber auch die niedrige Geburtenrate ist als Grund hierfür zu nennen. Doch das ist nicht erst seit der Wiedervereinigung so. Im Vergleich 1988 zu 2002 verlor z.B. Hoyerswerda 36,5 % der EinwohnerInnen,
gefolgt von Görlitz mit 27,7 %. Der regionale Durchschnittswert betrug 16,5 %. Das Schulnetz ist noch halbwegs intakt, aber Ausbildungsplätze im dualen System fehlen immer noch in Größenordnungen. Die Folge: die Jungen gehen westwärts, die Alten bleiben. Es kommt zur Überalterung (bzw. "Unterjüngung") der Region.
Fazit: Abschließend kann man sagen, dass sich die regionalen Akteure dieser Problemlagen bewusst sind und viele gute Anstrengungen unternehmen, um immer wieder gegenzusteuern und die Stärken in den Mittelpunkt zu rücken.
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